Einleitung
Entwickelt wurde die FM-Synthese (in der
Form, wie sie heute als Klangerzeugung bekannt ist) ursprünglich von
dem Computermusiker und amerikanischen Wissenschaftler
Prof. Dr. John Chowning an
der Stanford Universität im Jahre 1967. Allerdings sind seine
Patentansprüche nicht unumstritten.
Das Prinzip der
Frequenzmodulation wurde schon früher im UKW- bzw. FM-Funk
umgesetzt. Jeder Radiotechiker wusste damit demnach etwas anzufangen.
Desweiteren weist der 1945 entwickelte Wobbelgenerator
technische Übereinstimmungen mit der FM-Symthese auf. Donald Buchla entwickelte schon
vor 1968 ein Synthesizermodul, welches auf der FM-Synthese basierte.
(mf)
Prof. Dr. John Chowning erkannte die Grundlagen der Klangformung durch Frequenzmodulation und
veröffentlichte seine Ergebnisse 1973. Weitergeführt und technisch
umgesetzt wurde die Idee durch den Multikonzern Yamaha. 1974 kaufte die
Firma die Patente am Syntheseverfahren. Sie entwickelte in den
Folgejahren einen FM-Synthesizer-Prototypen in zweifacher
Kühlschrankgröße. Im Jahr 1982 veröffentlichte Yamaha die Synthesizer
GS1 und GS2. Diese fanden aber aufgrund
ihrer Preise von über
30.000,-DM bzw. 16.000,-DM nur wenig Absatz. Im Jahre 1983 stellt die
Firma nach einer langen Testphase den Synthesizer DX7 vor. Bis zu
diesem Zeitpunkt war der Synthesizermarkt recht überschaubar. Firmen
wie
Moog, ARP und Oberheim bedienten eine gierige tastendrückende
Käuferschicht, die aber nicht in der Lange war, die oftmals horrenden
Preise von 12.000DM und mehr für die ebenso oft nicht transportablen
Synthesizer zu bezahlen. Der DX7 verbreitete sich aufgrund seiner
Eigenschaften schnell massenhaft. Eine der bis dahin üblichen
subtraktiv-analogen Synthese fast in
allen Gebieten klanglich überlegene FM wurde mit 16stimmiger
Klangsynthese für 4.700DM angeboten. Für den Preis waren sonst höchsten
4 Stimmen aus sehr abgespeckten subtraktiven Synthesizern zu bekommen.
Das klavierähnliche Anschlagsverhalten durch die neu eingeführte
Anschlagsdynamik erschloß dann auch den Kreis der Piano-spielenden
Zunft, die sich bis dahin eher dem Synthesizermarkt abgewendet hatte.
So kam es, daß der DX7 den Markt bis ca. 1988 vollständig bestimmen
sollte. Zur Marktposition trugen auch die verschiedenen immer wieder
aktualisierten Ausführungen des DX7 und seine Ableger-Synthesizer bei.
In den Jahren zwischen 1983 und 1985 erschienen folgende Geräte:
TX7, DX9, DX1, TX816, TX216, DX5, DX21.
Von 1986 bis 1989 erschienen
DX27, DX27s, DX100, FB01, DX7IID,
DX7IIFD, DX7s, TX802, TX81z, DX11,
V50, TQ05, YS100 und last but not least YS200. Alleine die
Produktpalette macht deutlich, wie sehr Yamaha seine Vormachtstellung
mit Hilfe der FM-Synthese ausbauen konnte. Innerhalb der großen
Produktpallette waren ständige Verbesserungen und Anpassung an
verschiedene Käuferschichten zu erkennen. Wichtigste Neuerung war, daß
die anfänglichen Digital-Analog-Wandler, welche eine
Amplituden-Auflösung von nur 10Bit besaßen, ab dem DX7IID durch
16Bit-Wandler ersetzt wurden. Der Klang wurde dadurch eleganter und
rauschärmer. (mf,
Literatur-Link 03, Literatur 08 ).

Die Veröffentlichung des DX7 war fast zeitgleich mit der
Annahme des MIDI-Standards. Dementsprechend wurde der DX7 auch als einer der ersten
Synthesizer mit einer MIDI-Implementierung ausgestattet (was bei einem
digital arbeitenden Synthesizer auch entsprechend einfach von Statten
ging). Yamaha trieb mit diesem bahnbrechenden Synthesizerkonzept nicht
wenige der alteingesessenen Synthesizerfirmen wie ARP, Roland, Moog,
Oberheim und Korg an den Rand des Ruins, oder darüber hinaus. Die
starken Umsatzeinbußen der Firmen im Synthesizersektor hatten diese
aber zum Teil selbst zu verantworten. Denn die Idee der FM-Synthese bot
die Patentabteilung der Stanford-Universität zuerst alt eingesessenen
amerikanischen Firmen an (z.B. auch der Orgelfirma Hammond). Aber
keiner der entsandten Techniker verstand viel von Sampling,
Nyquist-Theorem oder ähnlichen Begriffen der digitalen
Datenverarbeitung. Die Techniker zeigten zwar Bewunderung für die
klanglichen Eigenschaften des Synthesekonzeptes, konnten sich aber
keine Serienproduktion vorstellen. Die zu letzt kontaktete Firma Yamaha
(die damals nur eine kleine Vertretung in den USA hatten) schickte
einen zufällig anwesenden, jungen, unbekannten Ingenieur, namens
Kazukiyo Ishimura . Dieser durchschaute in wenigen Minuten die
Grundlagen der FM-Synthese. Er wurde nach der Rückkehr nach Japan
innerhalb des Yamaha-Konzerns mit einer anfangs drei Mann umfassenden
Abteilung mit der Weiterentwicklung der FM-Synthese beauftragt. Das
Ergebnis wurde oben schon genannt. Bleibt zu sagen, daß Kazukiyo
Ishimura heute Präsident des Yamaha Konzerns ist. Da kann man zu der
zwischenzeitlich vom Suzuki-Konzern aufgekauften Firma Hammond nur
sagen:"Das wäre Ihr Preis gewesen..." ( Literatur-Link 03, Literatur 08 ).
Als sich nach und nach Sampling und
Wavetable-Synthesizer am Markt durch ihr inzwischen preisgünstigeres
Konzept durchsetzten, plazierte Yamaha 1990 mit dem SY77 einen
Synthesizer, der die Sampling-Technologie und die FM in einem Gerät
vereinigte. Der ein Jahr später nachfolgende, ebenfalls
16(fm)+16(sample)- stimmige, polyphone SY99
bekam wieder
überschwängliche Lobbezeugungen der Fachpresse als "umfassender
Alleskönner".

Er enthielt eine
verbesserte Struktur des SY77 und einige weitere Eigenschaften, wie
z.B. einen einigermaßen verwendbaren Hardware-Sequenzer (mit 16 Spuren
inklusive Drumpatternspur, 27.000 Events Speicherinhalt,
SysEx-Speicherung, Import und Export von MIDI-Files) einen nach
damaligem Verständnis hervorragenden Yamaha DSP900- Effektgerätechip
und ein (wenn auch bescheidenes) batteriegepuffertes Sample-Ram von
512kB (standardmäßig bis 3MB, mit Hardware von Drittherstellern bis 8MB
ausbaubar der u.a. via Standard-Sample-Dump mit Inhalt füllbar war).
Die tastaturlose Variante des SY77 namens TG77 findet immer noch als
Rackklangerzeuger in vielen Tonstudios (z.B. auch in den Tonstudios des
Fachbereichs Musik an der Uni-Oldenburg) Verwendung. Die
SY-Synthesizer-Reihe basierte auf der von Yamaha "AFM" ("Advanced
Frequenz Modulation") getauften Technologie zur Klangerzeugung. AFM bot
zusätzlich zur althergebrachten FM weitere Algorhythmen zur Verknüpfung
einzelner Operatoren, eine Auswahl aus 16 vorgefertigten Wellenformen
anstatt einer einzigen Sinuskurve pro Operator, die Möglichkeit,
resonanzfähige, digitale Hoch-, Band- und Tiefpassfilter in die FM
Synthese mit einzubinden, einen weiteren LFO, genauere
Tastaturzonenlautstärkeneinstellungen für jeden Operator. Auch die
RCM-Technik (Realtime Convolution and Modulation), die nichts anderes
beinhaltet, als das Einbringen eines beliebigen Samples in den
FM-Algorithmus, bot neue Wege der Klangarchitektur und war ebenfalls
Bestandteil der AFM.
Hier einige Abbildungen vom SY99:
Die FM-Synthese ist immer noch Up to Date. Das
zeigen die in regelmäßigen Abständen erscheinenden
Neuveröffentlichungen von FM-Synths verschiedenster Firmen. So brachte
Native Instruments zur Musikmesse 2001 den FM7 als Softwaresynthesizer
mit nochmals erweiterter Klangarchitektur auf den Markt. Yamaha
erweitert regelmäßig die Produkt-Palette von modular verwendbaren
Synthese-Platinen. Hier wäre im FM-Bereich das PLG150DX-Board zu
nennen. Weiterhin ist schon seit mehr als 2 Jahren der FS1R, ein
Formantshaping-FM-Synthesizer (der u.a. kompatibel zu alten DX7-Sounds
ist) erhältlich. (mf).
Kern aller Yamaha FM-Klangerzeuger war
bis in die 90er Jahre ein sogenannter OPL-Chip, der in verschiedenen
Ausführungen in den Geräten zum Einsatz kam. Ein OPL2-Chip sollte in
verschiedenen Heimorgeln eine Anwendung finden. OPL3 und OPL4-Chip
waren für Synthesizer vorgesehen ( Literatur-Link 01 ).
Viele Computer-Soundkarten verwiesen bis
knapp vor die Jahrtausendwende voller Stolz auf die Verwendung der
FM-Synthese bei Benutzung des OPL3-Chipsatzes. Vergleiche mit dem
Yamaha- DX7- Synthesizer waren an der Tagesordnung. Daß dadurch die
FM-Synthese eher in Verruf geriet, lag unter anderem daran, daß alle
Billigsoundkarten weder Editiermöglichkeiten der FM-Synthese
gestatteten noch eine engere Verwandschaft der
Soundkarten-Klangsynthese zum DX7 bestanden. Die angebotenen
Werkspresets waren nicht für ernsthafte Musiker verwendbar. Nicht
zuletzt an der Kennung OPL4 bzw. OPL5 wurde deutlich, daß der DX7 auf
eine erweiterte Chipsstruktur zurückgriff. Mehr als die Hälfte aller
DX7 Parameter waren den Soundkarten nicht zugänglich. Dazu gehörten
u.a. 4 statt 6 verfügbare Operatoren (besser bekannt als
"Oscillatoren"). Der Pitch-envelope-Generator, Detune-Parameter, eine
ausgefeilte, mit mehr als 6 Parametern programmierbare ADSR-Hüllkurve
und mehrere Verknüpfungsalgorhythmen der einzelnen Operatoren waren auf
Soundkarten nicht verfügbar. Dementsprechend erbärmlich klangen die
Sound-Ergebnisse der Computer-FM-Kopien (mf).
Erklärung zur Abbildung: |
|---|
| EG=
Envelope-Generator = Hüllkurven
Generator HT= Delay ab Tastenschlag bis zum Einsetzen der Hüllkurve R1= (Rate)Geschwindigkeit bis zum Erreichen des Lautstärkepunktes 1 R2= Geschwindigkeit bis zum Erreichen des Lautstärkepunktes 2 usw. 1, 2, 3, 4, 5, 6 (vor jeder Spalte)= Nummern der Operatoren RS= (Rate Scaling) Anpassung der Raten auf die Tastaturzonen (höhere Werte= höhere Geschwindingkeiten in hohen Tastaturlagen) k-off= Key-Off-Rates, weitere EG-Seite mit zweistufigen Release-Parametern OnR= On-Rates (die zu sehende Seite) OnL= On-Levels, weitere EG-Seite mit den Lautstärkenparametern für die Hüllkurve 238 (oben rechts im Bild)= Seitennummer zum direkten Anspringen der Seite über Lesezeichen. |
Zur Struktur von
FM
Idee der FM-Synthese ist es, mit recht
bescheidenen Mitteln möglichst komplexe Klangstrukturen zu erzeugen. So
ist es mit nur zwei Operatoren eines einzelnen DX-Klanges
(Yamaha-Titulierung="Voice") möglich, Klangereignisse mit 15 oder mehr
harmonischen und nicht-harmonischen Obertönen zu erzeugen. Hierzu ein
Hörbeispiel:
FM-HB1.mp3
Ein schematischer Vergleich zwischen additiver Synthese (die auch ein
DX-Synthesizer beherrscht) und der FM-Synthese.
An Operatoren bot ein DX7 pro Voice derer 6 Operatoren, auch günstigere DX-Synthesizer, wie der DX21 griffen mit 4 Operatoren auf eine kraftvolle Klangerzeugungsbasis zurück. Anders als bei Rechteck oder Sägezahnwellenformen der subtraktiven Synthese, die nur in begrenzten Maßen einen Einfluß auf die Obertonstruktur erlaubten, ist es in der FM-Synthese möglich, die Obertöne (oder "Harmonischen") des synthetisierten Klangbildes weitläufig zu verändern. Allerdings sind Veränderungen nur in einem engeren Rahmen vorauszusehen. Ein Experimentieren am Klang ist daher zwingend erforderlich. Es kann bei der Erstellung eines Klanges am DX7 durchaus vorkommen, daß man mehr als 8h an ein und demselben Klang arbeitet (mf).
Die einfache
Frequenzmodulation
Kern einer einfachen FM-Synthese ist ein
Paar aus zwei Oscillatoren. Yamaha nennt sie "Operatoren". Die Frequenz
des einen Operators läßt sich durch den zweiten Operator steuern.
Erster Operator ist somit der Träger und letzterer der Modulator (engl.
Carrier und Modulator) (
Literatur-Link 05 ).
Dieses Prinzip ist aus der UKW-Radioübetragung schon länger bekannt.
Interessant ist für Musiker, daß bei langsamer Modulation bis 10Hz ein
Vibrato ensteht; bei Modulierung des Trägers mit einer Frequenz im
hörbaren Bereich (also von 20Hz aufwärts) ist kein Vibrato mehr zu
hören, statt dessen kommen zum Grundton des Trägers weitere Obertöne
hinzu.
zur FM ein weiteres Hörbeispiel:
FM-HB2.mp3
(Gleitende FM eines Trägers von 440 Hz durch einen Modulator von 0Hz
bis 9kHz.)
Anmerkung: Auch auf analogen Synthesizer war diese Form der Erzeugung
von komplexen Spektren möglich. Dort war die FM zumeist unter dem
Begriff "Cross-Modulation" bekannt. Da die Oscillatoren dieser
Synthesizer aber schwer zu stimmen und zu synchronisieren waren, war
diese Form der FM-Synthese nicht für ernsthafte Vorhaben zur Erstellung
von Sounds verwendbar. Hinzu kam, daß die meisten der
Analog-Synthesizer nicht ausreichende Möglichkeiten zum Festhalten und
Abspeichern von Soundeinstellungen boten. Die Nachteile dieses Aspektes
wurden oben schon erläutert. Da die FM-Programmierung schwer
vorauszusehen ist, ist es sinnvoll bei der Soundprogrammierung auf
Presets und vorgespeicherte Klänge zurückgreifen zu können. Ein
Synthesizer, der dafür nicht genügend Speicherplatz bietet, ist für FM
schlichtweg nicht verwendbar. Und das traf auf alle analogen
Synthesizer zu.
Fazit: Die Einwände, daß Yamaha nicht alleiniger Erfinder der FM ist,
sind vollkommen korrekt. Vertreter dieser Meinung müssen sich aber auch
sagen lassen, daß es 1983 keine Firma außer Yamaha gab, die ein
ernstzunehmendes Produkt zur FM zu bieten hatten. Abgesehen davon war
der DX7 nicht nur auf der Ebene der Oscillatoren sondern auch
weitestgehend in allen weiteren Bereichen der Klangsynthese seinen
Konkurrenten weit überlegen.
einige
Regeln zur einfachen FM
Wichtig bei der FM-Synthese ist, daß
Träger- und Modulator-Frequenz immer in einem festen Zahlenverhältnis
zueinander stehen. Beispielsweise könnte die Modulationsfrequenz bei
jedem angeschlagenen Ton das vierfach der Trägerfrequenz sein. In
diesem Fall wäre im nachstehenden Text von einem Verhältnis von T=1/M=4
(oder von T/M=4T) die Rede. Im Folgenden werden einige physikalische
Regeln der FM-Synthese vorgestellt.
1. Ist die Modulationsfrequenz ein
ganzes Vielfaches der Trägerfrequenz (also das 1, 2, 3, 4, 5, 6fache
usw.) , sind alle Obertöne ebenfalls ein ganzes Vielfaches des
Grundtones ( Literatur-Link
02 ).
2. In jedem Fall ergeben sich nach
folgender Regel die Obertöne bei der einfachen FM-Synthese (mit
Sinustönen) mit einem Träger- (T) und einem Modulator- (M)Operator:
- Die Frequenz der "Obertöne" (oberhalb der Trägerfrequenz bzw. des
Grundtons) ergeben sich durch Kombination von Trägerfrequenz (T) und
Modulatorfrequenz (M) zu
T+M, T+2M, T+3M, T+4M usw.
- die Frequenzen der "Untertöne" (unterhalb der Trägerfrequenz bzw. des
Grundtons) ergeben sich zu T-M, T-2M, T-3M, T-4M usw.
3. Wichtig ist, daß negative
Seitenbänder zurück in den positiven Bereich an der Null-Linie
gespiegelt werden. Also, wenn wir z.B. das "Unterton"-Frequenzband T-2M
betrachten, und T=1 und M=4 setzen, so bekommen wir ein hörbares
Seitenband bei -3T (das ist in diesem Fall das negative dreifache der
Trägerfrequenz). -3T wird danach nach +3T gespiegelt. Dort erscheint es
als neues Seitenband mit dem dreifachen der Trägerfrequenz. Betrachtet
man das negative Seitenband T-3M, bei einem Verhältnis von T/M=1/1, so
ergäbe dies in unserem Beispiel eine Frequenz von -2T; diese wird nach
+2T gespiegelt. Da sich in diesem Fall dort aber schon das Seitenband
T+1M befindet, addieren sich die Lautstärken beider Seitenbänder.
Tückische an den negativen Seitenbänder ist, daß sie um 180°
phasenverschoben, also phaseninvertiert sind. Das heißt nichts anderes,
als daß positive Seitenbänder bei Hinzuaddieren des negativen
Seitenbandes (gleicher Frequenz) in der Lautstärke verringert werden!
Werden Null-Seitenbänder erzeugt (z.B. wie beim Seitenband T-M bei
einem Verhältnis T/M=1/1), so sind diese nicht zu hören, und haben auch
ansonsten keinen Einfluß auf den Klang. ( Literatur-Link 06b ).
4. Weiterhin ist ersichtlich, daß bei
einer Modulationsfrequenz, die größer als die Trägerfreqenz ist, nur
"Obertöne" (oberhalb der Trägerfrequenz) erzeugt werden. Hat der Träger
eine höhere Frequenz, werden auch "Untertöne" erzeugt. Allerdings hat
das Erzeugen von Untertönen je nach Vorkommen dann natürlich zur Folge,
daß der Hörer einen der Untertöne als tiefsten Ton bzw. Grundton
wahrnimmt. Allerdings kann es bei den vielfachen
Kombinationsmöglichkeiten von Träger und Modulator vorkommen, daß der
gehörte Grundton eine virtuelle Frequenz ist, die nicht im Spektrum
vorhanden ist. Dies ist u.a. als Residuumeffekt bekannt (siehe dazu
auch den
Hörphysiologie-Text auf meiner Homepage). ( Literatur-Link 06 ).
Wird die Trägerfrequenz beispielsweise um
das 0,5fache der Grundfrequenz nach oben verstimmt so werden alle Ober-
und Untertöne der Seitenbänder ebenfalls um den Faktor 0,5 nach oben
verschoben. Wird die Modulationsfrequenz um den Faktor 0.5 erhöht, so
ändert sich der Abstand zwischen den Seitenbändern selbst und der
Abstand der Seitenbänder zum Grundton ( Literatur-Link 06 ).
5. Stimmen nagative, reflektierte
Seitenbänder mit regulären Seitenbändern überein, so sind die Abstände
zwischen den einzelnen Seitenbändern immer gleichbleibend. Stimmen die
reflektierten Seitenbänder nicht mit den regulären Seitenbändern
überein, so ergeben sich unregelmäßigeres Muster zwischen vorhandenen
und nicht vorhandenen Seitenbändern. Sie treten dann z.B. häufig in
zweier-Paaren auf (z.B. 4,5, ,7,8, ,10,11, usw.) ( Literatur-Link 06 ).
Nachfolgend ist eine Tabelle zur
Verdeutlichung des Sachverhaltes mit einigen Beispielen für
Trägerfrequenz (T) und Modulatorfreqenz (M) angegeben. Die
reflektierten Seitenbänder sind in Klammern gehalten.
| M | T | Seitenbänder | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1M | 2M | 3M | 4M | 5M | 6M | ||
| 2 | 3 | 5 | 7 | 9 | 11 | 13 | 15 |
| 1 | (1) | (3) | (5) | (7) | (9) | ||
| 3 | 5 | 8 | 11 | 14 | 17 | 20 | 23 |
| 2 | (1) | (4) | (7) | (10) | (13) | ||
| 1 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| 0 | (1) | (2) | (3) | (4) | (5) | ||
FM-HB3.mp3
FM-HB4.mp3
Die jeweils tiefste Frequenz aus
Modulator und Träger bildet den Grundton. Haben wir beispielsweise ein
Verhältins von T=1/M=2 dann haben wir den Grundton bei der Frequenz vom
Träger. Bei einem Verhältnis von T=3/M=1 haben wir den Grundton bei der
Frequenz vom Modulator.
Demzufolge ergeben sich interessanter Weise bei Freqenzverhältnissen
von von 5:2, 7:2, 9:2, 11:2, 13:2, usw. sowie bei Frequenzverhältnissen
von 5:3, 7:3, 9:3, 11:3, usw. keine wirklichen "Grundtöne" (im Sinne
vom kleinsten gemeinsammen Nenner aller harmonischen Obertöne) in den
erzeugten Spektren. Wir erhalten anstatt dessen den tiefsten
harmonischen Ton bei der 2fachen Grundfrequenz bzw. bei der 3fachen
Grundfrequenz. In diesem Fall tritt durch den Residuumeffekt eine
Verschiebung der Tonhöhenwahrnehmung auf, wie weiter oben bereits
erwähnt wurde. (mf,
Literatur-Link 06 ).
Interessant ist ebenfalls, daß sich das
Spektrum bei einem Vielfachen von bestimmten Zahlenverhältnissen immer
gleicht. Beispielsweise ergibt ein Verhältnis T:M von 5:2 das gleiche
Spektrum, wie ein Verhältnis von 10:4 oder ein Verhältnis von 20:8.
Desweiteren ergeben sich Spektrenübereinstimmungen bei Ersetzen der
Trägerfrequenz durch eine beliebige Frequenz aus einem Seitenband des
entstehenden FM-Spektrums (
Literatur-Link 06 ).
So würde ein Verhältnis von T=5/M=3 ein
Spektrum mit den Seitenbändern 1, 2, 4, 7, 8, 10, 11, 13, 14, 17 usw.
erzeugen (wie aus obiger Tabelle zu entnehmen ist).
Dementsprechend erbringen Trägerfrequenzen von 1, 2, 4, 7, 8, 10, 11,
13, 14, 17 usw. das gleiche Spektrum, wenn sie mit mit der gleichen
Modlationsfrequenz (M=3) moduliert werden ( Literatur-Link 06 ).
Das folgende Hörbeispiel enthält eine FM-Voice mit sich ständig
ändernder Modulationsfrequenz.
FM-HB5.mp3
Die Lautstärken der Seitenbänder im
Frequenzspektrum verhalten sich ein wenig chaotisch bei steigender
Modulator-Lautstärke. Anfangs steigen die Laustärken der Seitenbänder
gleichmäßig im Verhältnis zur Amplitude des Modulators. Jedoch ändert
sich das Frequenzspektrum bei hoher Modulatorlautstärke in auf den
ersten Blick eher chaotischer Weise. Erklärungen dazu geben allenfalls
schwer durchschaubare mathematische Formeln. Daher möchte ich an dieser
Stelle nicht näher darauf eingehen. Eine umfassende und verständliche
Informationsquelle zu diesem Teilbereich ist u.a. unter dem Literatur-Link 06b zu
finden. In folgenden Links ist ein Spektral-Vergleich von additiver
Synthese und FM-Synthese zweier Sinuswellen zu sehen, die im Verhältnis
1:2 stehen. Außerdem habe ich im ersten Link Abbildungen der daraus
resultierenden Wellenformen beigefügt.
Spektrum von additiver und FM- Synthese (weitere HTML-Seite in
Extra-Fenster)
Additive Synthese-Spektrum
(animiertes GIF im Extra-Fenster)
FM-Synthese-Spektrum (animiertes
GIF im Extra-Fenster)
Spektrum der additiven Synthese (groß)
Spektrum der FM-Synthese (groß)
Unter der Adresse ...
"FM-Spektrogramme"
...finden sich mathematisch ausgerechnete, animierte Grafiken zum
FM-Spektrum verschiedener Träger-Modulator-Verknüpfungen. Die Seite ist
von T. Yahaya Abdullah.
Die komplexe
Frequenzmodulation
Von komplexer FM spricht man bei der
Verwendung von mehreren Modulatoren, die einen einzigen Träger
modulieren. In diesem Fall setzt sich das resultierende
Frequenzspektrum prinzipiell aus den Einzelspektren jedes
Modulator-Träger-Paares zusammen. ( Literatur-Link 02, Literatur-Link 06b ).
Interessant ist dabei, daß durch Seitenbandauslöschungen und
Auslöschung des Grundtones häufig Spektren enstehen, deren tiefster zu
hörender Ton im Spektrum nicht der Träger bzw. der Grundton ist.
Desweiteren bietet die einfache FM, wie
auch die komplexe FM (letztere aber ganz besonders) die Möglichkeit,
disharmonische Obertonstrukturen zu erzeugen. Derartige Spektren
entstehen einfach dadurch, daß ein Modulator kein gerades Vielfaches
des Trägers darstellt (z.B. das 1,47fache des Trägers). Nach oben
genannter Formel entstehen nun ebenfalls Seitenbänder, die ungerade
Vielfache des Trägers darstellen. Ensprechend klingt das ganze: Nämlich
nach Metall! Und diese Schwingungsformen sind eine Spezialität der
FM-Synthese.
Im Gegensatz dazu erzeugen subtraktiv arbeitende Synthesizer wie z.B.
ein MiniMoog nur harmonische Obertonspektren. Disharmonische
Obertonsrukturen erzeugen quasiperiodische Schwingungen, harmonische
Obertronstrukturen erzeugen streng periodische Schwingungen. Analog
dazu gibt es Beispiele von Naturinstrumenten, z.B. Saiteninstrumente
und Blasinstrumente; diese erzeugen mittels eindimensionaler
Tongenerierung streng periodische Klänge. Klangschalen, Glocken,
Ride-Becken vom Schlagzeug und ähnliche Instrumente mit
dreidimensionaler Tongenerierung erzeugen quasiperiodische Klänge.
Quasiperiodische Klänge haben Wellenformen, die keine Sequenz haben
(sei sie auch noch so klein), die sich an einer weiteren Stelle
wiederholt.
Hier schneiden wir nun das Feld an, das die Yamaha DX-Synthesizer so
berühmt gemacht hat. E-Pianos wie Fender Rhodes oder Wurlitzer-Pianos,
deren Klang auf Metallzungen mit dreidimensionalen Schwingungen beruht,
können genau aus oben genannten Gründen so gut von DX-Synthesizern
immitiert werden. Sie erzeugen speziell in der Anschlagsphase
geräuschhafte, metallische Klänge, die einen hohen Anteil an
diesharmonischen Obertönen aufweisen.
Derartige Klänge können schon aus physikalischen Gründen nicht von
alten analogen Synthesizern wie subtraktiv arbeitenden Korg MS20 oder
Minimoogs erzeugt werden. Einzig und alleine additive Synthesizer
könnten solche Schwingungsverläufe darstellen. Da diese in analoger
Form durch die horrende Anzahl der benötigten Oscillatoren für
Nicht-Millionäre in den 80ern unbezahlbar waren, blieb dieses Gebiet
den FM-Synthesizern überlassen. (mf, Literatur 07 ).
Parallel-
und Kaskadenschaltung der Modulatoren
Zu unterscheiden ist ein Algorithmus
(also eine Verknüpfung von Operatoren), in dem ein Träger parallel
durch zwei Modulatoren beeinflußt wird, von einem Algorithmus, bei dem
die Modulatoren in Kaskadierung auf den Modulator einwirken, also bei
der erst ein Modulations-Operator-1 einen weiteren
Modulations-Operator-2 moduliert und letzterer dann den
Träger-Operator-3.
Bei der Parallelschaltung setzt sich das resultierende
Frequenzspektrum aus Modulator1, Modulator2 und Träger so zuammen, daß
es einer Addition der Spektren aus Modulator1+Träger und
Modulator2+Träger entspricht ( Literatur-Link 06b ).
Bei der Kaskadenschaltung wirkt das Modulatorenpaar 1+2 wie
ein Modulator-Trägerpaar, daß ein Obertonspektrum mit vielen Teiltönen
erzeugt. Jeder dieser Teilsinustöne moduliert nun den Träger( Literatur-Link 06b ).
Prinzipiell entsteht dabei ein der Parallelschaltung sehr ähnliches
Frequenzspektrum. Es kommt lediglich hinzu, daß die Seitenbänder des
Operator-2 in den meisten Verschaltungsmöglichkeiten wegfallen. Wird
der Träger als Grundton verwendet, kann dieser daher meistens immer
noch gut im Frequenzspektrum wahrgenommen werden, weil in seiner
nächsten Nähe keine weiteren hörbaren Frequenzbänder sind ( Literatur-Link 02 ).
Erklärung zur Abbildung: |
|---|
| Im Bild ist ein
Algorithmus zu sehen, bei dem
die Operatoren 1 und 2 eine einfache FM erzeugen. Zusätzlich sind die Modulatoroperatoren 4 und 5 in Kaskade, welche wiederum mit Operator 6 zum Trägeroperator 3 parallel geschaltet sind. |
Die Feedbackschleife ist ein zusätzlicher Parameter
bei der FM-Synthese. Dabei wird das Ausgangssignal wieder in den
gleichen Operator als Modulation hinzugeschaltet. Daraus resultiert ein
Spektrum, in dem alle geraden und ungeraden Obertöne in linear
fallender Lautstärke vorkommen. Dieses Spektrum ist dem eines
Sägezahn-Oscillators sehr verwandt.
Alles in Allem können bei der komplexen
FM von leichten Tonverfärbungen über brilliante, metallische Klänge,
bis hin zu infernalem Rauschen alle Arten von Geräuschen erzeugt
werden. Somit deckte die FM-Synthese der DX-Synthesizer weitestgehend
die Sounds der althergebrachte subtraktiven Synthese ab und bot neue,
nie dagewesene Klangereignisse. Die fehlenden Filter der DX-Synthesizer
wurden bei der AFM in den Geräten TG77, SY77, SY99 nachgereicht und
ermöglichten es, ebenfalls den typisch Sound der Analog-Synthesizern zu
erzeugen.
Frequenzmodulation
(FM) oder Phasenmodulation (PM) ?
Ein Leser dieser Seite hat mich darauf
aufmerksam gemacht, daß die FM -Synthese in den DX-Synthesizern von
Yamaha keine FM-Synthese im eigentlichen Sinne ist, sondern eine
Phasenmodulationssynthese.
Hier möchte ich die Unterschiede zwischen FM und PM nicht weiter
ausbreiten. Der interessierte Leser sei auf eine Seite verwiesen, die
den Hintergrund zu dieser Thematik klären soll. Dieser Text ist auch in
der Linkliste (Link 9)
zu finden.
fm-pm1.txt
Kopie des englischen Textes von James McCartney zur Diskussion von FM
und PM.
An dieser Stelle nur soviel zu dieser
Thematik: Anscheinend bringt eine reine FM einige Nachteile mit sich,
die das Erstellen eines harmonischen Klanges erschweren. Dazu gehört,
daß sich die Grundfrequenz des Trägers ändert, sobald man zufällig mit
der echten FM Null-Seitenbänder erzeugt. Null-Seitenbänder sind bereits
weiter oben unter dem Abschnitt "Einfachen FM" vorgestellt worden.
Haben beispielsweise Träger und Operator die gleiche Frequenz entsteht
ein nicht hörbares Nullband bei T-1M.
Jeder kann sich vorstellen, daß sich eine schwer vorhersehbare
Verstimmung des zu erstellenden Sounds nicht besonders mit einer
einfachen Programmierung vereinbaren läßt (zumal die Programmierung der
DX-Synthesizer schon von vielen als besonders schwer empfunden wird).
Es ist daher nur verständlich, daß die Entwickler der FM bei Yamaha
hier von der "echten" FM zugunsten einer einfacheren Klangsynthese
etwas abgewichen sind. Statt einer Frequenzverschiebung erzeugen die
Synthesizer dank der Phasenmodulation lediglich eine Phasenverschiebung
der Wellenformen, die für den musikalischen Aspekt der Synthese
weitestgehend unbedeutend ist.
Letztendlich verhält sich diese Syntheseform in den meisten Fällen
genau so, wie eine "echte" FM, solange man Sinustöne als Modulatoren
benutzt. Das heißt umgekehrt, daß bei jeder
Modulatoren-Kaskadenschaltung bei einer komplexen FM Abweichungen zur
"echten" FM zu hören sind (da hier der Träger letztendlich nicht durch
eine Sinuskurve, sondern einem ganzen Spektrum verschiedener
Sinuskurven moduliert wird).
Anmerkung: Da die spärliche FM in
analogen Synths nicht durch den genannten Kunstgriff (der Verwendung
von PM) von oben beschriebenen Verstimmungsphänomen bereinigt war, war
es auf selbigen Geräten sehr schwer bis undurchführbar, einen
unverstimmten und harmonischen FM-Klang zu erzeugen.
Der musikalische
Sound
Die FM-Synthese bietet viele
Möglichkeiten zur Erstellung akustisch klingender Instrumente. Dabei
ist es eigentlich weniger entscheidend, ob die entstehenden Klangfarben
natürlichen Quellen entsprechen, oder nicht. Man kann Instrumente
erstellen, die reichhaltige Expressionsmöglichkeiten bieten. So
charakterisiert sich ein Klang nicht nur durch seine Obertöne, sondern
auch durch Veränderung des Obertonspektrums über die Zeit. Desweiteren
haben bei natürlichen Instrumenten die Anschlags- Anblas- oder
Anzupfstärken einen bedeutenden Einfluß auf den Klangverlauf. FM bietet
viele Möglichkeiten der Einbeziehung dieser Phänomene.
Um das ein wenig näher zu verdeutlichen, ist hier das Hörbeispiel 6
beigefügt.
Das Hörbeispiel beruht auf einer einfachen FM mit einem Träger T=1 und
einem Modulator M=3.
FM-HB6.mp3
An dieser Stelle möchte ich ein paar
Hörbeispiele nachreichen, die die Klangvielfalt eines SY99 ein wenig
beleuchten. Die zu hörenden E-Pianos, ein Klang der einem Fender-Rhodes
ähnelt und ein Klang der einem Wurlitzer-Piano ähnelt, sind die eher
typischen und vertrauten Klangbeispiele, die man schon vom DX7 und
zahlreichen Produktionen aus den 80ern kennt. Der Effekt-Klangteppich
besteht ebenfalls ausschließlich aus FM-Klängen und zeigt, welche
weitgefächterten Möglichkeiten die Synthese bietet. Das Klangbeispiel
mit einem Horn zeigt das Potential der RCM-Synthese. Es ist möglich
Samples künstlich mit Obertönen anzureichern. Auch wenn dieses Beispiel
im Vergleich zu guten gesampelten Instrumenten eher schwach ausfällt,
stellte es damals doch einen immensen Klangfortschritt dar. Alle
vernünftigen heutigen Synth-Instrumente, die wenigstens einigermaßen
anspruchsvoll klingen sollen, brauchen für einen derartig differenziert
spielbaren Klang mehrere Multisamples, welche insgesamt mindestens um
die 8MB verschlingen. Der SY99 kam dank der FM-Synthese seinerzeit mit
weniger als mageren 400kB für das ganze Instrument aus. Angesichts
dieser Tatsache wirkt die Aussage aus der Zeitschrift "Keys" vom
Februar 1998 ( Literatur 08
) etwas irritierend. Hier steht auf S.46 "Der klangliche Nutzen von
Samples als Modulator-Wellenformen gilt bis heute als strittig." Nach
meiner Meinung muß jeder diesem Satz widersprechen, der eines SY99
habhaft werden kann und die Gelegenheit hat, das "French Horn"-Preset
mit dem Sample-Rohmaterial zu vergleichen.
FM-Fender.mp3
FM-FX.mp3
FM-Horn.mp3
Umsetzung von FM
mit dem Synthesizer CSound
Im folgenden sind FM-Programmierbeispiele
für das Programm Csound beigefügt. So kommen auch die in den Genuß
einer umfassend zu editierenden FM-Synthese, die außer einer
pseudo-FM-billig-Soundkarte bisher kein richtiges FM-Gerät bessen
haben. Es sind sowohl Dateien für das normale Csound-programm, als auch
für Direct-Csound vorhanden. Weitere Informationen zu Csound finden
sich in der Linkliste
meiner Homepage .
Dateien für Csound (zur Ansicht)
Datei für DirectCsound (zur Ansicht)
alle Dateien
als selbstextrahierendes Archiv ("csound-fm.exe")
Klangerzeugung des
Commodore C64 Heimcomputers
Im
Internet tauchen häufiger Statements auf, die besagen, dass die
Tongeneratoren des bekannten Homecomputers "Commodore C64" die
FM-Synthese beherrschen würden. Das ist jedoch falsch. Dem C64 wurden
damals drei Oszillatoren nebst Filter mit auf den Weg gegeben. Diese
Oszillatoren waren nach den Prinzipien der subtraktiv-analogen Synthese
programmierbar. Es waren die Wellenformen Sägezahn, Dreieck, Rechteck,
Puls und Rauschen verfügbar. Damit hat der C64 starke Verwandtschaft
mit einem Moog-Synthesizer. Zusätzlich konnten die alten C64 über einen
Trick mittels der Modulation der 16-stufigen Ausgangslautstärke ein
4bit-Sampling-Signal wiedergeben. (mf)
Literatur
/Links
mf= Markus Fiedler
1.
http://www-is.informatik.uni-oldenburg.de/~dibo/
teaching/pg-mpig/zwischenbericht-b/node181.html
INTERNE BERICHTE, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fachbereich
Informatik, Zwischenbericht der Projektgruppe Multimedia-Präsentationen
im Gesundheitswesen, D. Boles, A. Becker, S. Bley, M. Dauelsberg, A.
Eßer, C. Knoblich, M. Kölling, D. Logemann, G. Mertins, T. Prusch, B.
Steen, S. Unbehaun, R. Voßkamp; Bericht IS xx, Teil B, April 1996
2.
http://iem.kug.ac.at/ritsch/Vorlesungen/kl/
Unterlagen/kl1_ws00_01_html/node11.html
Elektronische Klangerzeugung, Institut f. Elektronische Musik und
Akustik, Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz, Winfried
Ritsch, 28.September.1993 - 26 January 2001
3.
http://www.tu-chemnitz.de/informatik/RA/kompendium/
vortraege_97/sound/sound_kap2_2.html
Frank Hofmann, Ausarbeitung zum Proseminar IBM-PC , Technische
Universität Chemnitz, Fakultät für Informatik, Prof. Dr.-Ing. W.
Rehm,(ss 1997)
4.
http://www.uni-weimar.de/~puelz/rbs/
Vortrag im Rahmen der Lehrveranstaltung "Rechner- und Betriebssysteme",
Bauhaus-Universität Weimar / Fakultät Bauingenieurwesen /
Studienrichtung Bauinformatik, Autor: Gerhard Pülz Lehrverantwortliche:
Dr. Ing. Günther Schatter und Dr. rer. nat. Bernd Schalbe / Fakultät
Medien / Lehrstuhl Vernetzte Medien, 11.04.2001
5.
http://people.freenet.de/My_Homepage/synthese.htm
Syntheseprinzipien, Christopher Stern, 2001
6.
http://www.geocities.com/SunsetStrip/Underground/2288/2fmsynth.htm
FM- Synthesis, Synthesizers, Music & Broadcasting, T. Yahaya
Abdullah, 2001
6b.
http://www.geocities.com/SunsetStrip/Underground/2288/t2dx-fm.htm
FM-Synthesis - Spectrum Amplitudes, Synthesizers, Music &
Broadcasting, T. Yahaya Abdullah, 2001
7.
Musikalische Akustik, Hörpsychologie, neue
Musiktechnologien - Scriptum;
Prof. Dr. Wolfgang Martin Stroh FB2, Uni-Oldenburg, 1997
8.
Keys-Special:"Voll im Trend - Die
FM-Synthese"
Zeitschrift "Keys", Ausgabe 02/1998, S.20ff; PPV-Presse-Pjoject-Verlag,
Bergkirchen
9.
http://www.funet.fi/pub/sci/audio/misc/pm-intro
Englischer Text von James McCartney zur Diskussion von FM und PM.
Falls Dokumente aus der Literaturliste nicht mehr online sein sollten,
finden sich die fehlenden Daten im folgenden Archiv.
Literatur, HTML-Seiten zur FM-Synthese (selbstextrahierendes Archiv)
http://www.zem.de/heft/23_csound.htm
http://www.musicfarm.org/input/test/t2-dx7.html
http://www.vintagesynth.com/yamaha/index.htm
Homepage wwww.Markus-Fiedler.de
Artikel unter wwww.Markus-Fiedler.de
Musikunterricht Markus Fiedler